Samstag, 29. August 2020

Dijon - die Senf-Stadt

Wir haben heute morgen nicht "Was will er", sondern "Wattwiller" verlassen, gegen 10:15 Uhr. Eine Überlegung, heute doch noch wandern zu gehen, haben wir verworfen  - und es war auch gut so. Der Nebel steigt aus den Vosgesen auf und der Himmel hängt voller Wolken, die Sicht wäre miserabel gewesen.


Ein erster geplanter Halt liegt in der Schweiz, an der Höhle "Cave of leclére",  ca. 86 km. 14 km vor dem Ziel geraten wir in ein ominöses Radrennen, kurz vor der Grenze, und werden umgeleitet - 7 km zusätzlich obendrauf und das in den Bergen. An der Grenze mussten wir angeben woher und wohin - und durch. Die Straßen werden immer schmaler und abenteuerlicher. Wir sind 3 km vor dem Ziel, Baustelle.
Dejavu: Du bist zu dick, zu breit, du kommst hier nicht lang! Die Umleitung noch mal 6 km und über einen Feldweg. Jetzt sind wir bockig und kehren um. Der Beamte an der Grenze freut sich, uns nach einer halben Stunde wieder zu sehen.

Also nächstes Ziel, ab in die Senf-Stadt, nach Dijon, die wir dann gegen 16 Uhr erreichen.
Wir stehen jetzt auf einem Platz relativ nahe dem Zentrum, so dass wir uns nach einer Kaffee-Stärkung  zu Fuß auf in die Stadt machen.
Am Ufer des  I'Ouche (Stinke-Bach) Richtung City konnte Steffen heute sogar noch seine Turnübungen machen😁




In der Stadt gibt es für die Touris einen Eulenweg, 


der alle Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet. Diesem sind wir brav gefolgt, mit 17900 Schritten, einschließlich Rückweg zum Campingplatz. Die Altstadt scheint ausschließlich aus Sandstein gebaut zu sein, deswegen sieht vieles irgendwie mausgrau aus. Es waren viele Menschen unterwegs, im gesamten Stadtzentrum Maskenpflicht. Vieles scheint auch unbewohnt und nicht gepflegt, trotzdem ist die Stadt irgendwie quirlig mit den vielen Geschäften und wir hoffen, wir konnten ein paar gute Eindrücke einfangen.














 


Freitag, 28. August 2020

Wattwiller - Der Tag, als der Regen kam.

Heute ist ein auto-fahr-freier Tag, was macht man da? WANDERN! 

Mutig habe ich beschlossen, dass wir auf den "Le Grand Ballon" (Großer Belchen) wandern (1412 m), sind nur 14 km oder 4 h und das ganze wieder zurück. 
Steffen sagte gestern etwas von 80 %iger Wahrscheinlichkeit, dass es Regen geben wird - wird ignoriert.
Wir starten gegen 10 Uhr und es ist warm. Steffen schwitzt nach 5 min und er will einfach nicht seine Übungen am Wegesrand machen! Die olympischen Ringe, eine Station vorher, hat er auch schon ausgelassen.



Der Himmel zieht sich zu, wird mausgrau und es kommt, wie es kommen muss, es regnet und regnet und hört nicht auf. Wir beschließen die Tour zu verkürzen und zum Hartmannswillerkopf (957 m, ein historischer Platz im 1. Weltkrieg) zu wandern, was wir dann aber auch abbrechen, weil es im Wald windiger wird. Den Steffen kann ich nicht unter einem Baum hervor ziehen, das schaffe ich einfach nicht.


Übrigens bekomme ich vorgehalten, hätte ich sein Basecap nicht aus dem Fenster geschmissen, wäre alles halb so schlimm.

Die Entscheidung umzukehren war gut, es regnet heute immer wieder, unsere Nachbarn haben uns zwischenzeitlich verlassen, wir stehen allein und der Campingplatz ist verdächtig ruhig. So bleibt uns heute Zeit, um den Blog zu vervollständigen und Karten zu schreiben. 


Es hat sich merklich abgekühlt, Steffen ist in seinem Element und heizt das Wohnmobil. Draußen sind 14 Grad, gefühlt unter 0. 😉 Den Pool probieren wir trotzdem noch aus, ist ja schließlich mit bezahlt. 
Heute Abend wird gegrillt, besser gesagt, ich lasse Grillen. 








Donnerstag, 27. August 2020

Riquewihr-Eguisheim-Rouffach und Mulhouse

Wir stehen früh auf, da wir für heute mehrere Stopps geplant haben. Der Waschraum ist leer, keine Corona-Gefahr!
Bevor die Geschäfte öffnen wollen wir in Riquewihr sein, mit dem Fahrrad sind es 5 min vom Campingplatz aus, der etwas außerhalb der Stadt liegt. Um 12 Uhr müssen wir den Platz erst verlassen, so haben wir Zeit für einen Bummel durch das Örtchen. Der Ort liegt an der Elsässer Weinstraße und ist ein absolutes Muss! Ein Haus ist schöner als das andere, viele kleine Gassen. Noch wenig Menschen unterwegs - keine Corona-Gefahr!




Leckere Makronen zum Kaffee gekauft

Zurück am Campingplatz laden wir die Räder wieder auf und es geht nach Eguisheim, 20 min Fahrt.  Auch hier darf man nicht vorbei fahren! 


Der Ort hat zwei äußere Stadtringe und ein kleines Zentrum. Alles sehr mittelalterlich, schön anzusehen, beeindruckend. Eingebettet in die Weinberge. 



Geparkt haben wir in dieser Straße, Ilka und Olaf wird der Name bekannt vorkommen😁




Was immer wieder auffällt, sind die schönen Bepflanzungen und Dekorationen der Häuser in den Gassen.






Habt Ihr alte Gasflaschen? Wisst nichts damit anzufangen, bastelt ein Eisen-Schwein!


Wir kaufen Wein, Käse und Salami. Ich fürchte, es wird nicht lange reichen, denn bevor wir uns auf den Weg nach Rouffach machen, müssen wir alles probieren, ein Mittagssnack. 

Nach Rouffach sind es 30 min, wir erwischten die  Mittagspause, ab 14:30 Uhr geht in Frankreich scheinbar nix, wir wollten doch nur einen Kaffee. Den Ort kann man besuchen, muss man aber nicht unbedingt. Der Eindruck war, es fehlt irgendwie an Geld, um die alten Häuser und Gassen zu restaurieren. 


Haben uns somit dort nicht lange aufgehalten und sind nach Mulhouse gefahren.
Das Wetter war super, 30°, wir stehen an einem Kanal neben der I'll. Die Stadt hat ca. 110.000 Einwohner, sehr gemischt. Eigentlich wollten wir dort auf einen Campingplatz aber die Straße dorthin beschloss unserem Unterfangen mit einer Höhenbegrenzung ein jähes Ende zu setzen. Zu groß, zu fett, Du kommst hier nicht durch!
Wir beschließen das Wohnmobil vor der Unterführung stehen zu lassen und in die Stadt zu laufen. Als erstes queren wir einen Platz, wo gerade Drogen vertickt werden, haste was in den Taschen, haste.......!
Die Stadt war ziemlich voll und es bestand eine Maskenpflicht für das Stadtzentrum. Es war leider nicht sonderlich spannend, mit dem Automobil- Museum wären wir bestimmt besser gefahren. Es gibt dort auch ein Eisenbahn-Museum! 
Aber unseren Kaffee und Eis haben wir bekommen!





Zurück zum Womo beschließen wir die Stelle nicht weiträumig zu umfahren, um doch noch von der anderen Seite auf den Campingplatz zu kommen.

Wir fahren nach Wattwiller auf einen Huttopia-Campingplatz, mitten im Wald und seit Strasbourg habe ich eine Huttopia-Camping-Card. 2 Nächte sollen es hier werden.
Wir dürfen uns einen Platz aussuchen, die Nummer 55 soll es sein.


Wir probieren den Wein und befinden ihn als gut, sehr gut!










Mittwoch, 26. August 2020

Von Strasbourg nach Colmar

Heute ging es in Richtung Colmar. Auf dem Weg gab es einiges zu sehen. Kaiser Wilhelm II von Preussen hatte um 1900 eine Burgruine in seinem Besitz und wollte diese in neuem, mittelalterlichen Glanz erstrahlen lassen. Nach nur 8 jähriger Bauzeit können wir heute die Haut-Kœnigsbourg als eine imposante, komplett restaurierte Burg bestaunen. Die Ausstellung in und um den Bau ist sehr interessant, komplett in 3 Sprachen ausgeschildert – unbedingt sehenswert.

Gegen 14:00 Uhr sind wir von dort in Richtung Colmar gestartet, war nur noch eine halbe Stunde, und haben uns die Stadt angeschaut. Wenn Strasbourg schön war, dann ist Colmar eine Perle. Zu Fuß sind wir durch die Straßen und Gassen geschlendert und haben die wunderschönen Fachwerkbauten bestaunt. 

Gegen 18 Uhr sind wir auf einem Campingplatz bei Riquewihr inmitten von Weinbergen angekommen und campen unter einer riesigen Platane, beschattet bei 28°, ein gemütliches Plätzchen. 
Es gab noch einmal Hase aus Colbitz und einen leckeren Tomatensalat. Sabine macht die Tourplanung für morgen und ich trinke ein Glas Wein - LeFilou - versteht sich, wir sind schließlich in Frankreich. 

Anmerkung von Sabine:
Heute morgen ohne Handbuch duschen gegangen - wie bewegt man sich so schnell, dass man von allein trocknet?

Haben uns zwischenzeitlich verfahren:
Haben aber genug Proviant dabei:

Habe Steffens Mütze aus dem Auto geschmissen, bekenne mich schuldig, musste ihm versprechen, dass wir nach Kanada gehen und eine neue kaufen.

Dafür hat er heute meinen Hut gerettet, vom Winde verweht - wie ein Held ist er auf ein fremdes Grundstück geklettert und das Ding aus dem Stinke-Bach geangelt.

Ich habe seit 3 Tagen endlich eine neue Rundbürste, was die Laune erheblich aufwertet, ich hatte schon Yeti ähnliche Zustände auf dem Kopf.

Den Wohnwagen haben wir mit Masken gesättigt, wenn man eine braucht, keine da

Olaf haben wir auch getroffen 😂