Mittwoch, 26. August 2020

Von Strasbourg nach Colmar

Heute ging es in Richtung Colmar. Auf dem Weg gab es einiges zu sehen. Kaiser Wilhelm II von Preussen hatte um 1900 eine Burgruine in seinem Besitz und wollte diese in neuem, mittelalterlichen Glanz erstrahlen lassen. Nach nur 8 jähriger Bauzeit können wir heute die Haut-Kœnigsbourg als eine imposante, komplett restaurierte Burg bestaunen. Die Ausstellung in und um den Bau ist sehr interessant, komplett in 3 Sprachen ausgeschildert – unbedingt sehenswert.

Gegen 14:00 Uhr sind wir von dort in Richtung Colmar gestartet, war nur noch eine halbe Stunde, und haben uns die Stadt angeschaut. Wenn Strasbourg schön war, dann ist Colmar eine Perle. Zu Fuß sind wir durch die Straßen und Gassen geschlendert und haben die wunderschönen Fachwerkbauten bestaunt. 

Gegen 18 Uhr sind wir auf einem Campingplatz bei Riquewihr inmitten von Weinbergen angekommen und campen unter einer riesigen Platane, beschattet bei 28°, ein gemütliches Plätzchen. 
Es gab noch einmal Hase aus Colbitz und einen leckeren Tomatensalat. Sabine macht die Tourplanung für morgen und ich trinke ein Glas Wein - LeFilou - versteht sich, wir sind schließlich in Frankreich. 

Anmerkung von Sabine:
Heute morgen ohne Handbuch duschen gegangen - wie bewegt man sich so schnell, dass man von allein trocknet?

Haben uns zwischenzeitlich verfahren:
Haben aber genug Proviant dabei:

Habe Steffens Mütze aus dem Auto geschmissen, bekenne mich schuldig, musste ihm versprechen, dass wir nach Kanada gehen und eine neue kaufen.

Dafür hat er heute meinen Hut gerettet, vom Winde verweht - wie ein Held ist er auf ein fremdes Grundstück geklettert und das Ding aus dem Stinke-Bach geangelt.

Ich habe seit 3 Tagen endlich eine neue Rundbürste, was die Laune erheblich aufwertet, ich hatte schon Yeti ähnliche Zustände auf dem Kopf.

Den Wohnwagen haben wir mit Masken gesättigt, wenn man eine braucht, keine da

Olaf haben wir auch getroffen 😂

Dienstag, 25. August 2020

Von Trier nach Strasbourg

Heute geht es in Richtung Frankreich, das Etappenziel ist Strasbourg. Nachdem wir unsere WOMO versorgt haben, es musste Pipi und hatte Durst, ging es gegen 9:30 Uhr los. Der Weg entlang der Saar ist sehr schön, da kann man auch gut mit dem Rad entlang radeln. Mehrere Staustufen lassen den Fluss auf beträchtliche Breiten anschwellen.

Auf der Autobahn in Frankreich haben wir 3 Mautstationen passiert und wissen nicht, was wir eigentlich bezahlt haben *grübel* 🤔

In Strasbourg haben wir uns auf die Räder geschwungen und haben die Stadt erkundet. Strasbourg ist beeindruckend schön. 

Die vielen alten Häuser entlang enger Gassen, gespickt  mit kleinen Geschäften, Bars, Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein. Die Cathédrale Notre Dame de Strasbourg ist ein beeindruckendes sakrales Bauwerk, dass man auf jeden Fall einmal besuchen muss, wenn man in Strasbourg ist.

Das Europäischen Parlament haben wir nur von Außen betrachtet (ist nicht hübsch) und uns dann auf die Suche nach einem Restaurant zum Abendessen gemacht. In Petit France haben wir dann direkt am Flussufer sehr ausgiebig gespeist und sind jetzt kugelrund.


Eine Randbemerkung von Sabine:

Der Verlauf unserer Radroute ist bestimmt wieder bemerkenswert, so sieht es aus, wenn man keinen Plan hat, und wir haben keinen Wein vorher getrunken 😋


Montag, 24. August 2020

Trier

Heute wollen wir Trier erkunden, das geht natürlich nur mit einem ausgiebigen Frühstück. Da unser Eiervorrat auf der ersten Etappe etwas gelitten hat, 4 Eier waren angeknackst, mussten wir heute morgen Rührei essen. 

Gegen 9:30 Uhr sind wir los, zunächst erst einmal in die entgegengesetzte Richtung zur Saarmündung. Jetzt haben wir in 2 Tagen schon 3 Flüsse gesehen, die wir vorher nur von der Landkarte her kannten. Das Problem mit Flüssen ist es, auf die andere Seite zu kommen. Eine Brücke war in Sicht, aber weit, weit weg. Durch Zufall kommen wir an einer Fähre vorbei und sind zu unserer Überraschung plötzlich in Luxemburg, um nach 100 Metern wieder nach Deutschland einzureisen. Das war WITZIG.


Auf der anderen Seite der Mosel sind wir dann zügig nach Trier geradelt, schließlich wollten wir die Stadt erkunden und einen Römer suchen. Die Stadt selbst ist für Radfahrer recht angenehm, die vielen alten Bauten, von der Römerzeit bis ins tiefste Mittelalter sind sehr beeindruckend. 

Aber auch Karl Marx haben wir einen Besuch abgestattet, schließlich war mein Gymnasium ja die EOS Karl Marx in Tangerhütte, das gehört sich also dem alten Knaben guten Tag zu sagen. 

Auf den Rückweg treffen wir eine alte Omi, die uns gern zusammen fotografieren möchte. Omi hat wahrscheinlich zum ersten mal ein Smartphone in der Hand und versucht ein Bild von unz zu schießen. Der 5. Versuch klappt dann und ich habe 35 Bilder von Sabine und mir auf dem Handy, ich kann von der Biene einfach nicht genug kriegen.

Am WOMO zurück gab es heute Kaninchen aus dem Römertopf, wie passend, zu Hause vorgekocht schmeckt es auch aufgewärmt.
Morgen geht es auf in Richtung FRANKREICH.
Wir sind gespannt.

P.S. Den Römer habe ich auch gesehen...

Sonntag, 23. August 2020

Von Hohenfelden über Koblenz nach Trier

Heute morgen sind wir bereits 6 Uhr wach, der Campingplatz schläft noch und wir haben die besten Chancen die Ersten im Waschraum zu sein. 2 Euro hatten wir zum Duschen auf die Campingcard geladen, 10 ct. ergeben 40 Sekunden Wasser. Ich habe 60 ct verbraucht und Sabine war auch schon nach 240 Sek. in der Dusche fertig. Ich frage mich, wieso das zu Hause immer so lange dauert 😏 ...

Ich habe uns ein schönes Frühstück gemacht und wir sind 9 Uhr in Richtung Koblenz gestartet, Die Fahrt verlief reibungslos, unser Auto mag uns. In Vallendar, kurz vor Koblenz, haben wir direkt am Rhein einen Parkplatz für WOMOs gefunden, die Gebühr gerade mal 4 Euro für den ganzen Tag. Schnell einen Kaffee gekocht und dann ab mit den Fahrrädern nach Koblenz, haben am DEUTSCHEN ECK ein Eis geschlabbert und sind über die Mosel auf der anderen Seite des Rheins bis zur Autobahnbrücke. Dann ging es mit dem Fahrrad auf die Autobahn, wir wollten ja auf die andere Seite, da stand unser WOMO und die nächste Brücke 10 km entfernt. Schnell wie der Blitz kann ich Euch sagen 🚴, es kam hoffentlich keine Verkehrsmeldung 😁. Nach 22 km waren wir wieder am Auto, hat Spaß gemacht.



Bis nach Trier waren es dann noch einmal 1,5 Stunden, quer durch die Eifel. Die Landschaft ist sehr schön. Das auf und ab ist für unseren "Kleinen" mitunter eine Herausforderung, da spürt man das Gewicht von 3,5 t und einen eigentlich zu kleinen Motor. Aber wir sind gut in Trier angekommen, stehen jetzt auf einem Campingplatz in Konz, sind satt und zufrieden. Es gab einen marinierten Tomaten-Zucchini-Gurken-Salat mit FETA, Zwiebeln und für den Steffen mit einer gehackten, frischen Peperoni aus dem UROPA-Gewächshaus. 

In Trier wollen wir einen Tag rasten und uns die Stadt anschauen. Mal sehen, ob wir einen Römer finden 🔎


Samstag, 22. August 2020

Start in Colbitz, Ziel Stausee Hohenfelden.

Heute geht es nun endlich los, die letzten Tage waren sehr anstengend und wir sind URLAUBSREIF.

Gegen 11 Uhr haben wir unser WOMO abgeholt, zu unserer Überraschung hat uns Ulli begrüßt und uns unser Zuhause für die nächsten 3 Wochen übergeben. Gegen 15 Uhr hatten wir alles verstaut, mit tatkräftiger Unterstützung von LINUS. Ich glaube, er wäre am liebsten mitgekommen 😀.


Unsere erste Etappe verlief ohne Komplikationen, das Auto schnurrt wie ein Kätzchen und wir kommen gegen 18 Uhr an. Einen Stellplatz gibt es nicht mehr, wir kommen aber trotzdem unter und haben einen Platz für die Nacht. 

Ein kurzer Spaziergang über den Campingplatz führt an einer kleinen Kneipe vorbei, ok, der Magen knurrt, schließlich gab es heute nur Frühstück. Sabine bekommt Matjes, Steffen ein Thüringer Rostbrätel 😛. Das Bier schmeckt gut, wir sind total ausgetrocknet, da geht noch ein zweites.

Am WOMO müssen wir uns natürlich vertragen, wie sich das gehört und ein Oranges Getränk gibt es auch noch 🍹.

... und Ihr wisst ja, auf einem Bein kann man nicht stehen.