Montag, 20. August 2018

Sechste Etappe - die Insel

7 Uhr, es regnet leicht, der Himmel wolkenverhangen und es ist windig. Unsere geplante Paddeltour auf dem Örkensee fällt aus.
Wir packen alles zusammen und starten in Richtung Gränna am Vetternsee. Der Wetterbericht verheißt dort besseres Wetter.

Auf dem Weg liegt die älteste komplett erhaltene Holzkirche Schwedens.
Innen aufwändig mit Malereien verziert, einfach beeindruckend:




Die Tagesetappe führt uns nach zwei Stunden Fahrt nach Gränna, zum Hafen.
Dort parken wir unsere Womo's und setzen mit den Rädern auf die Insel "Visingsö" über. Hin und zurück, mit diesem Ding,


kostet 200 Kronen für uns vier.

Die Insel ist 14 km lang und die Radrundtour beträgt gemütliche 12 km und startet an dieser Kirche:




In einem Cafe haben wir Rast gemacht und uns mit leckerem schwedischen Kuchen vollgestopft. Es sind sehr schöne Urlaubserinnerungsfotos entstanden.





Heute gibt es etwas für Autoliebhaber, Steffen und ich waren im Krempel-museum und Ilka und Olaf haben noch 14 km im Norden der Insel abgeradelt.





Da es in diesem Jahr knapp mit Weihnachtsbäumen wird, haben wir uns schon mal einen ausgesucht und markiert.


Die 19 Uhr-Fähre brachte uns dann wieder auf's Festland. Steffen hat Hunger,  wir müssen sofort handeln!
Der Weg  führt uns in's Hafenrestaurant. Wir feiern Bergfest vom Urlaub.
Inzwischen ist der Himmel grau, es regnet die ganze Nacht.


Fünfte Etappe - Gammeltag

Wir bleiben auch heute auf unserem Stellplatz in Braås. Sabine hat uns eine schöne Fahrradtour herausgesucht. Ziel ist eine alte Wassermühle, die 1999 komplett restauriert wurde. Es sind bis zur Mühle nur 10 km, das Wetter ist traumhaft schön, die Sonne lacht, versteckt sich nur ab und an hinter einer kleinen Wolke. Auf unserem Weg kommen wir an einer kleinen Dorfkirche vorbei. Typisch in dieser Gegend steht der Glockenturm separat auf der anderen Straßenseite.






Olaf hat uns nie verraten, dass er Großgrundbesitzer ist, er hat hier in Schweden recht viele Anwesen 😃


Die Mühle erreichen wir kurze Zeit später. Idyllisch eingebettet zwischen kleinen Stauseen bestaunen wir das Bauwerk.




Heute ist kein Schautag, daher ist auch alles verriegelt und verrammelt. Irgendwo rattert ein Rasenmäher. Plötzlich Stille und ein Mann steht von uns und fragt, ob wir mal einem Blick hinein werfen wollen. Unser eifriges Nicken fördert einen riesigen Schlüssel aus seiner Hosentasche zu Tage und wir dürfen eintreten. So kommen wir unverhofft in den Genuss, uns dieses einzigartige Bauwerk anzuschauen.




Die Mühle ist an Schautagen geöffnet und es wird noch fleißig Mehl produziert. Das Mahlwerk ist etwas neueren Datums, die Mühlsteine sind nicht mehr in Betrieb. Nach unserem Rundgang und einen Schnappschuss vom Kornboden, kaufen wir eine frisch abgepackte Tüte Weizenmehl. Da unser netter Führer absolut kein Geld dafür haben möchte, spenden wir kurzerhand für den Erhalt dieser Sehenswürdigkeit.


Zurück auf Braås Camping haben wir im ICA unsere Vorräte aufgefrischt und den Nachmittag mit Lesen, Schlafen und Dösen verbracht. Am Abend haben wir den Grill angeheizt und bei einer guten Flasche Rotwein den Tag ausklingen lassen.






Samstag, 18. August 2018

Fünfte Etappe - hoch hinaus

Der Tag beginnt freundlich mit gefühlt 100 Wespen beim Frühstück. Olaf ist begeistert. Er war zwischenzeitlich beim ICA (oder CIA?) Brötchen holen, wir werden verwöhnt.


10 Uhr, Olaf gähnt, er ist der Meinung, wir leiden alle an Sauerstoff-Vergiftung. Wir haben uns entschieden, heute eine Radtour zu Schwedens Zipline zu machen, ca. 20 km eine Strecke. Die Tour führt uns über kaum befahrene Straßen, vorbei an Wiesen und Felder, abgelegene Häuschen in rot und gelb, durch den Wald über Stock und Stein.


Gegen 12:30 Uhr haben wir unser Ziel erreicht. Steffen hat Hunger, bevor er böse wird, schieben wir ihm das vor die Nase:


Die Zipline ist kaum besucht, wir haben Glück und nach kurzem Mut zureden:

WIR SCHAFFEN DAS!


Hier steht es schwarz auf weiß, wir sind angemeldet und können nicht mehr zurück.



Man hat uns Martin und Janina zugeteilt, die uns auf der Tour begleiten. Unsere Guides, super nett.



Es geht los, nach kurzer Einweisung und Anlegen der Gurte.
So sieht es dann aus, wenn mehrere Kilo Mensch am Haken hängen:



Es war übrigens die Green-Line(familienfreundlich). Im nächsten Jahr machen wir die Black-Line und darauf wagen wir uns an die Kamikaze-Line.


Auf der Rücktour machen wir einen kurzen Badestopp an einem See und sind gegen 17:40 Uhr zurück am Campingplatz.


Empfangen werden wir von Ralph und Lisanne und Polly. Das verspricht einen gemütlichen Abend. Eigentlich wollten wir Grillen, aber es regnet, also gibt es heute Nudeln á la Schlüsselburg.






Freitag, 17. August 2018

Fünfte Etappe - vom sicheren Hafen in die Wildnis

Wir haben den sicheren Hafen in Sandvik verlassen, gegen 10 Uhr. Die Sonne sollte heute unser Begleiter sein. Was lange wärt, wird gut, also auf zum zweiten Leuchtturm, dem "langen Erik", zur nördlichsten Spitze auf Öland. Man hat einen herlichen Blick nach 138 Stufen.
Ilka war gleich verliebt in die Wetterwarte.



Man beachte den Vogel!


Unser Schlüsselburg-Türmchen war nicht mehr da, wahrscheinlich von Monsterwellen verschlungen, so haben wir uns halt auf's Neue verewigt.


Das ständige Geradeausfahren macht müde, wir brauchen eine Pause.
Kaffee muss her und Zimtwecken in ausreichender Menge. Dabei schauen wir der schwedischen Polizei zu, wie sie Autofahrer aus dem Verkehr zieht und kontrolliert. Alle Autos, die mehr Lampen haben, als notwendig sind, sind dran, also Leute, Finger weg vom Autoaufmotzen!


Wir starten gegen 14:30 Uhr weiter in Richtung Festland.  Das neue Ziel lautet:

BRAÅS am Örken-See

Durch scheinbar endlose Wälder führt uns die Fahrt. Angekommen am Ziel werden wir mit einer super Aussicht auf den See belohnt. Niemand da, ein kurzes Telefongespräch, Schlüssel liegen im Kasten, hingestellt, Strom angeschlossen, Bier aufgemacht, fertig. Hier stehen, mit uns, nur 4 Womo's.
Idyllisch, ruhig, perfekt.
Wir werden 2 oder 3 Tage bleiben. Olaf war baden, ziemlich mutig. Ich friere vom zuschauen, obwohl es warm ist.


Steffen hilft unserem "Gastkomentator" beim Verfassen der vierten Etappe.
Sie wurde gezwungen, sie musste schreiben.